HDW Cup 2018 am Gardasee

Torbole: 41 Drachen-Teams kamen an den Gardasee – 16 mehr als im Vorjahr. Gleich fünf Mannschaften aus dem MYC waren beim Circolo Vela Torbole am Start.

Zwei unserer Boote segelten beim 14. Hans-Detmar Wagner-Cup in sieben Wettfahrten inmitten von Deutschen Meistern, Europa- und Weltmeistern sowie Ex-Olympioniken bei 6 bis 15 Knoten Wind in die Top Ten!

HDW Cup Dragon 2018 Torbole

Peter Fröschl (links) und Niko Stoll – erstmals mit Herbert Eisenlohr auf dem Vorschiff – wurden in diesem Spitzenfeld Siebte und auch Philipp Ocker, Florian Grosser und Oliver Davies ließen auf Platz 10 einige der besten (Drachen)Segler der Welt hinter sich.

Der Sieg ging an die int. Deutschen Meister von 2018 bzw. Gold Cup-Sieger 2017 Stephan Link, Michi Lipp und Frank Butzmann (BYC/DTYC/VSaW), Platz 2 an den Briten Grant Gordon (RORC) und Platz 3 mit 21 Punkten Abstand an Klaus Diederichs (GBR, CVD/RORC), mit ihren hochkarätig besetzten Mannschaften. (cn)

Alle Ergebnisse (Link CVT) – Mehr Fotos online (FlickR)

HDW Cup Dragon 2018 Torbole – „Zille“ (MYC)

Link-Team gewinnt den 14. HDW-Cup

Beim 14. Hans-Detmar Wagner-Cup gaben sich erneut amtierende und ehemalige Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister sowie Ex-Olympioniken vom 04. bis 6. Oktober vor der großartigen Kulisse des nördlichen Gardasees ein Stelldichein.

41 Drachen-Teams aus zehn Nationen kamen nach Torbole an den Gardasee – 16 mehr als noch im Vorjahr. Am ersten Wettfahrttag wehte beim Auslaufen gegen 13 Uhr nur ein laues Lüftchen, jedoch an der ersten Luvtonne kam die Ora (Südwind) mit gut 9 bis 11 Knoten daher; später briste es sogar noch bis 15 Knoten auf. So spürten alle Teilnehmer/innen am Abend, was sie vor der Kulisse des Monte Baldo geleistet hatten. Die kulinarischen Verlockungen im Club ließen die meisten dann auch einfach links liegen – sie wollten lieber ohne Umwege in ihre Hotels. Relaxen.

Die amtierenden Deutschen Meister Stephan Link, Frank Butzmann und Michi Lipp (BYC/VSaW/DTYC) dominierten das Feld bereits am ersten Tag mit zwei Tagessiegen und einem 2. Platz deutlich. Am dichtesten blieben ihnen zunächst Philip Dohse (NRV), Grant Gordon (GBR), Klaus Diederichs (GBR) und Tanja Jacobsohn (LYC) mit den jeweiligen Crews auf den Fersen. Der zweite Tag kam eher den Binnensee-Seglern aus dem Süden mit leichten sechs bis elf Knoten Südwind entgegen. So fuhren zum Beispiel die Teams von Christof Wieland (BYC) und Peter Fröschl (MYC) auf die Plätze 4 und 5, das Dr. Ehrlicher-Team „Dottore Amore“ im 4. Rennen sogar einen Sieg. Am dritten Tag gab es dann am Vormittag reichlich Nordwind mit um die 15 Knoten und ordentlich Welle dazu.

Während Dirk Pramann (VSaW) mit seinen Stefans (Hellriegel und Waack) im 7. und letzten Rennen einen beachtlichen Start-Ziel-Sieg einfuhr, konnten die Gold Cup-Sieger von 2017 gemütlich auskranen – sie waren nach den ersten sechs Wettfahrten (14 Punkte) nicht mehr einzuholen. Später, beim Blick auf das Gedrängel am Kran, „knickte“ derselbe übrigens ein und versagte seinen Dienst – ein Wackelkontakt in der Steuerung. Mit einem schweren Autokran rollte eine erstklassige Ersatzlösung an. Und der versierte Fahrer setzte die rund 1,7 Tonnen schweren Drachen fast so zügig um, so sicher wie andere Leute Schachfiguren.

Die Plätze 2 und 3 gingen an die britischen Teams von Grant Gordon (17 Punkte) und Klaus Diederichs (38 Punkte). Dr. Ingo Ehrlicher (BYC), Thomas Auracher (YCaT) und Malte Philipp belegten mit 50 Zählern Rang 5, nachdem sie Dr. Philip Dohse (NRV) mit Crew (44 P.) noch eingeholt hatte. Alle drei Steuerfrauen im Feld landeten im ersten Drittel: Dr. Nicola Friesen (NRV) auf Platz 6, knapp vor Peter Fröschl & Crew (MYC), Charlotte Ten Wolde (NED) mit Schwester Juliette, Janka Holan u. Pedro Andrade auf Rang 8, Tanja Jacobsohn (LYC) auf Rang 13. Peter Fröschl (MYC) und das „Mia san mia“-Team wurden Siebte, Jens Rathsack (MON 2) Neunter und Philipp Ocker (MYC) mit Crew Oliver Davies und Florian Grosser immer noch sehr gut auf dem 10. Rang. Knapp dahinter die beiden Teams von Norbert Stadler aus der Schweiz und Ferenc Kis aus Ungarn. Erfreulich: Auch ein sehr junges (U20/30) Drachen-Team war mit der „Perkeo“ aus dem Chiemgau an den Gardasee gekommen und hatte trotz „roter Laterne“ sichtbar viel Spaß.

Diese stets hochkarätig besetzte Regattaserie wird seit mehr als zehn Jahren vom gastfreundlichen Circolo Vela Torbole (CVT) durchgeführt. Nicht nur bayerische, sondern auch Hamburger und Berliner Drachensegler/innen sowie Segelfreunde aus AUT, EST, ITA, HUN, MON, NED, SUI und Russland tanken dort Trentiner Lebensgefühl und Sonne, wenn es daheim schon mal recht kühl werden kann. Die Internationale Deutsche Meisterschaft 2019 soll Anfang Mai ebenfalls auf diesem wunderschönen Binnenrevier stattfinden – Buon viaggio! (cn)