Inter­view: Sechs Fra­gen an den MYC

20. April 2016; von Julia Egge in Starn­berg

Die Win­ter­mo­na­te sind um, end­lich beginnt die Deut­sche Segel-Bun­des­li­ga wie­der. Der Auf­takt (29. April – 01. Mai) fin­det wie gewohnt im Süden der Repu­blik statt. Wie der Münch­ner Yacht Club sich in sei­ner „Gast­ge­ber Rol­le“ fühlt und was sich das Team für das Heim-Event vor­ge­nom­men hat? Wir haben mit Team-Mana­ger Micha­el “Micki“ Liebl (ML) gespro­chen.

DSBL: Wel­ches Team habt ihr auf­ge­stellt und war­um?

ML : Wir sind in der glück­li­chen Lage nahe­zu den kom­plet­ten Kader zur Ver­fü­gung zu haben und haben das Luxus­pro­blem, dass wir auch drei oder vier wett­be­werbs­fä­hi­ge Teams hät­ten stel­len kön­nen. Die Vier, die uns in Starn­berg ver­tre­ten ste­hen stell­ver­tre­tend für den Fleiß und die Leis­tungs­dich­te des gesam­ten Kaders. Sie ste­hen zwar nament­lich auf der Crew-Nomi­nie­rung aber an den Start geht der gesam­te Münch­ner Yacht-Club. (Die Crew: Kay Nie­der­fah­ren­horst, Marc Anschütz, Max Ada­mi und Fabi­an Wun­der­le)

DSBL: Wie habt ihr euch auf den Auf­takt vor­be­rei­tet? Und ist das Hei­me­vent etwas Beson­de­res?

ML: Natür­lich ist es etwas Beson­de­res mit dem Liga­start „daho­am“. Wir set­zen uns aber nicht mehr unter Druck als bei jedem ande­ren Spiel­tag. Orga­ni­sa­to­risch ist alles für den Sai­son­auf­takt vor­be­rei­tet. Die Zusam­men­ar­beit mit dem Deut­schen Tou­ring Yacht Club ist wie im Vor­jahr top gelau­fen und bei­de Ver­ei­ne freu­en sich jetzt wenn es end­lich los­geht.

Zum Sport­li­chen: Wir haben uns wie auch im Vor­jahr zusam­men mit unse­ren Trai­nings­part­nern so inten­siv wie mög­lich vor­be­rei­tet, unser bestehen­des Team wei­ter vor­an­ge­bracht und mit jun­gen Top-Nach­wuchs­seg­lern und Seg­le­rin­nen ergänzt. Wir sind heu­te einen gro­ßen Schritt wei­ter als noch zum Sai­son­start 2015.

DSBL: Was ist Euer Ziel für das ers­te Event?

ML: Natür­lich wol­len wir in die Final­läu­fe kom­men, um im eige­nen „Sta­di­on“ die Span­nung mög­lichst lan­ge hoch zu hal­ten. Wenn uns das gelingt, dann neh­men wir es in den Final­läu­fen wie es kommt.

DSBL: Nun haben alle Teams der DSBL im Vor­feld hart für die neue Sai­son trai­niert, könnt ihr schon in etwa ein­schät­zen, wer 2016 beson­ders stark sein wird?

ML: Nein, wir kön­nen nur die Leis­tungs­stär­ke inner­halb unse­rer Trai­nings­grup­pe ein­schät­zen und die ist unglaub­lich hoch. Wir gehen davon aus, dass es wie im letz­ten Jahr eine sehr star­ke Liga sein wird. Die Unter­schie­de sind mini­mal und es wird wie­der sehr inter­es­sant wer­den.

DSBL: Ihr seid mitt­ler­wei­le schon die drit­te Sai­son dabei, stellt ihr Ver­än­de­run­gen in der Liga fest?

ML: Die Luft wird immer dün­ner…

DSBL: Was macht für dich den Reiz der Segel-Bun­des­li­ga aus?

ML: Ich spre­che jetzt mal als Sport­wart des MYC. Beson­ders gefällt mir die Arbeit im Ver­ein mit Jugend­li­chen, Junio­ren und erfah­re­nen Seg­lern gemein­sam in einem Team. Die Bun­des­li­ga gibt den jun­gen Seg­lern ein Ziel für die Zeit nach den inten­si­ven Aus­bil­dungs­jah­ren im 420ger oder 29er. Die Bun­des­li­ga schafft es, Junio­ren wie­der zurück in den akti­ven Leis­tungs­sport zu holen. Außer­dem hat sie es geschafft, erfah­re­nen Seg­lern eine jun­ge Trup­pe zur Ver­fü­gung zu stel­len um gemein­sam am Erfolg zu arbei­ten. Eine tol­le Sache. Da kön­nen wir uns als Ver­ein nur bei den Ide­en­ge­bern bedan­ken.

Vie­len Dank an Micki Liebl. Wir wün­schen dem Team vom Münch­ner Yacht-Club viel Erfolg zuhau­se und freu­en uns auf ein tol­les Auf­takt-Event!